Allgemeines zur Bau- und Gebäudediagnostik

Wenn Schäden, egal welcher Art, in Innenräumen festgestellt werden und diese das Wohlbefinden der Nutzer beeinträchtigen oder eine Nutzung sogar ganz und gar unmöglich gemacht wird, ist eine umfassende Bau- und Gebäudediagnostik von Nöten.
Schäden, die durch nachvollziehbare, offensichtliche Ereignisse verursacht werden, wie z.B. Wasserschäden durch Leckagen an diversen Versorgungs-leitungen, Brandschäden oder auch Sturmschäden sollen hier einmal außen vor gelassen werden.

Uns interessieren an dieser Stelle die “versteckten” Ursachen.
Um diesen auf die Spur zu kommen und die Ursachen nachhaltig zu beseitigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Diagnostik und dementsprechend ausgebildete Sachkundige, welche man hier zu Rate ziehen muss.

Der Anteil der Bestandsimmobilien ist in Deutschland immens hoch.
Dieser Bestand stammt zu einem großen Teil aus dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit.
Damals standen den Bauherren ganz andere Baumaterialien zur Verfügung als heute und auch der Baustil unterscheidet sich deutlich von den heutigen Neubauten.

Wenn es nun zu Schäden in den Innenräumen kommt, sollte zunächst einmal die Gebäudehülle und die Konstruktion des Gebäudes näher betrachtet werden.

Die Gebäudehülle mit Wänden, dem Dach und anderen Außenbauteilen kann mit einem Zellmembran verglichen werden. Ähnlich wie den Menschen ein Mantel wärmt und schützt, hat die Gebäudehülle die Aufgabe, gegen äußere Einflüsse zu schützen und für den Schutz und Erhalt des Innenklimas zu sorgen.

Dazu gehört, dass sie im Sommer die Wärme aussperrt, im Winter die Kälte und bei Regen die Nässe nicht herein lässt, vor Lärm und anderen Außeneinflüssen schützt.
Um diese Aufgaben wahrnehmen zu können, muss die Gebäudehülle einwandfrei intakt sein und immer wieder entsprechend kontrolliert und im Bedarfsfall eben auch saniert und Instand gehalten werden.

Nur als Beispiel:
Der Außenputz der Fassade wird nicht nur aus optischen Gründen aufgebracht, er hat vor allem die Aufgabe, die Außenwände des Gebäudes schlagregendicht zu machen. Wird hier aber die Instandhaltung vernachlässigt, können die Anschlüsse der Fenster und Verwahrungen zum Schwachpunkt werden genauso wie Risse im Außenputz. Es kann zu aufsteigender Feuchtigkeit kommen und letztlich zu

Schäden in Innenräumen.
Eine funktionsfähige Fassade ist daher zunächst einmal das “A und O” eines gesunden Gebäudes.
Sie minimiert Wärmeverluste, verhindert Bauschäden und Schimmelpilzbefall und dient der Werterhaltung des Objektes.

Gebäudehüllen sollen also auf verschiedene Dinge hin untersucht werden:

– Schlagregendichte
– Risse und Beschädigungen
– Putzfehler
– Anschluss-, Anstrich- und Fugenmängel
– Dämmung
– Mindestwärmeschutz der Wände

Dazu hat der Fachmann verschiedene Möglichkeiten

– optische Untersuchungen
– endoskopische Untersuchungen und Bohrungen
– manuelle Wasserdurchlässigkeitsprüfungen mit Hilfe des “Karst’schen Röhrchen”
– Feuchtemessungen
– “R-Wert” und “f-Faktor” Berechnungen
– Wärmebrückenfeststellung und -berechnung

Welche Maßnahmen ergriffen werden sollen und / oder müssen, ist bei jedem Fall anders gelagert.
Eine Begutachtung, Beratung und Sanierungsplanung und letztlich auch die sanierungsbegleitende Bauaufsicht sollte immer durch einen kompetenten und sachkundigen Fachmann erfolgen.

Unser Büro bietet Ihnen alle Leistungen in diesem Zusammenhang an.
Für diagnostische Untersuchungen, welche wir nicht selbst durchführen können, arbeiten wir mit renommierten, namhaften und kompetente Partnerunternehmen erfolgreich zusammen.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.